Rüdiger Seidt

ZWEIFLÄCHER ENDLOS
2023, Corten
  • Vita
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    1965geboren in Forbach/Schwarzwald, lebt in Forbach/Deutschland
    1989Beginn freischaffender Tätigkeit
    1991Reise in die USA, Formexperimente in den Catskills, N. Y.
    1992-96„Reiseplastik“, eine Skulptur auf Weltreise
    2001„Kunstprojekt“ mit Auszubildenden der DaimlerChrysler AG, Rastatt
    2004-12Initiator und Kurator „Kunstweg am Reichenbach e.V.“
    2019Mitglied beim Bund freischaffender Bildhauer BaWü

    Auszeichnungen und Preise

    2002EnBw Förderpreis, Bernau, 2. Platz
    2009„Stadtzeichen“, Horb, 2. Platz
    2011Albert Haueisen Kunstpreis, Jockgrim, 2. Platz
    2017„TheRhinePrize“, Bonn, 2. Platz
    20191. Platz, „Internationaler André Evard Kunstpreis“, Kunsthalle Messmer, Riegel
    2022Sonderpreis, „Zeitenwende“, Rechberghausen

    Ausstellungen (Auszug)

    1999Marstall des Rastatter Schlosses, Landkreis Rastatt (K)
    2001Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps, Freiburg, Galerie Monika Beck, Homburg/Saar (mit Maarten Thiel)
    2002Galerie Goldstraße, Duisburg
    2004Städtische Galerie Lahr
    2005„RaumZeichen“, Schwarzacher Münster, Rheinmünster (K)
    2006Galerie M. Beck, Homburg/Saar
    2009TPO, Offenburg (mit Axel Bleyer), „Arbeiten auf Papier“, Stadtmuseum Rastatt (K), Golfplatz Urloffen, Appenweier
    2012Kunstverein Königsfeld, Villingen (mit Tilman Krieg), Landratsamt Calw, Kunstverein Bahlingen, Bahlingen a.K.
    2013„Kunst in die Stadt“, Großskulpturenausstellung im Stadtraum und in der städtischen Galerie Lahr
    2014Galerie an der Pinakothek der Moderne, München (mit Ramon Surinyac)
    2015Künstlerkreis Offenburg, Offenburg (mit Ursula Reichart)
    2016Galerie an der Pinakothek der Moderne, München (mit Paul Saraglou), Kleine Galerie Bad Waldsee
    2017„Naturordnungen“, Landgericht Baden-Baden (mit Angela M. Flaig)
    2018Stadtmuseum Aldingen und Galerie im Altbau, Aldingen, Brenners Park Hotel & SPA, Baden-Baden
    2019Brenners Park Hotel & SPA, Baden-Baden, „Eins Plus“, Rathaus Oberkirch (mit Rainer Braxmeier)
    2020„Stahlplastiken und Wandarbeiten“, Podium Kunst, Schramberg (K), Galerie an der Pinakothek der Moderne, München (mit Carsten Weitzmann)
    2021Alte Universität Eppingen, Galerie Art Appletree, Baden-Baden
    2022Skulpturenausstellung Burgfestspiele Jagsthausen (K), Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt (K)
    2023„Kunst und Wein“, Weingut Kopp, Sinzheim, „Formen des Kreises“, Stiftung für konkrete Kunst Roland Phleps, Freiburg (K)
    2024Galerie Meinlschmidt, Ulm (mit Andrea Langensiepen), Galerie Broft, Leerdam, Niederlande (mit Václav Kočí)
    2025„Alles zu seiner Zeit“, Galerie Art Appletree, Baden-Baden (mit Gerard Waskievitz), Kreuzkirche Nürtingen
    2026Skulpturenmeile am Damianstor, Kunstverein Damianstor, Kunstdünger Rottweil-Hausen

    Darüber hinaus ist Rüdiger Seibt in etlichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
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    Rüdiger Seidt, ZWEIFLÄCHER ENDLOS, 2023, Corten
     
    „Beim „Zweiflächer tordiert“ windet sich ein Vierkant entlang eines geschlossenen Kreisbogens und erfährt dabei eine kontinuierliche Drehung von 180 Grad. Durch diese Torsion entsteht eine spannungsreiche Form, in der sich Rotation und Kreisbewegung zu einer untrennbaren Einheit verbinden. Die in sich geschlossene Gestalt besitzt weder Anfang noch Ende und verweist auf die Idee eines unendlichen Kontinuums.

    Die Kanten der Arbeit umschlingen den Kreis in einer an eine Doppelhelix erinnernden Bewegung. Je nach Blickwinkel verändern sich die räumlichen Bezüge der Flächen und Kanten zueinander, sodass die Skulptur trotz ihrer statischen Materialität einen Eindruck von Bewegung und Wandlung vermittelt. Die Drehung des Vierkants setzt sich scheinbar über den gesamten Verlauf der Form fort und lenkt den Blick des Betrachters in einem fortlaufenden Rhythmus um das Werk.

    Aus dem Zusammenspiel von Kreisform und Torsion entwickelt sich eine dynamische Raumspirale, die eine hohe innere Spannung entfaltet. Geschlossenheit und Bewegung, Stabilität und Veränderung treten dabei gleichzeitig in Erscheinung. Die Form wirkt wie ein sichtbarer Energiefluss, der sich unablässig durch den Raum fortsetzt, ohne jemals zu einem Ende zu gelangen.

    So ruft die Skulptur Assoziationen an natürliche Wachstums- und Bewegungsprozesse hervor und erinnert in ihrer kreisenden, sich selbst tragenden Dynamik an die Vorstellung eines Perpetuum mobile – eines Systems, das aus sich heraus in stetiger Bewegung bleibt. Die Arbeit thematisiert damit Kontinuität, Transformation und die Einheit von Form, Raum und Bewegung.“
     
    Rüdiger Seidt, Juni 2026