Werner Pokorny

9 Pfeiler
1993, Corten-Stahl
  • Vita
    1949geboren in Mosbach
    1971 – 1976Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Baschang, Kalinowski und Neusel
    1974 – 1976Studium der Kunstgeschichte und der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
    1988Villa Romana, Gastaufenthalt
    1989 – 1990Gastprofessur an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
    1998 – 2013Professur für allgemeine künstlerische Ausbildung, Schwerpunkt Bildhauerei, an der Staatlichen Akademie der
    Bildenden Künste Stuttgart
    2006Teilnahme am Busan Sculpture Project, Biennale Busan, Südkorea
    2007 – 2011/2012 – 20181. Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg

    Auszeichnungen und Preise

    1989Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
    2013Hans-Thoma-Preis; Preis des Landes Baden-Württemberg für bildende Kunst
    2017Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg

    Werner Pokorny lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 2022 in Ettlingen

  • Karte
  • Zum Nachlesen

    Der Bildhauer Werner Pokorny arbeitete bevorzugt mit den Werkstoffen Holz und Corten-Stahl. Dabei kreist seine Ideenwelt leitmotivisch um die
    Grundformen von Haus und Gefäß als überzeitliche Sinnbilder menschlicher Existenz und deren Gefährdung. Von der Kleinplastik bis hin zu monumentalen Platzgestaltungen im öffentlichen Raum variiert er diese Archetypen in spielerisch-ironischer Weise immer wieder neu. Erdgebundene Körpervolumina werden aufgebrochen und lösen sich scheinbar schwerelos in Lineamente auf. Entgegen eingefahrener Seh- und Denkgewohnheiten steht so die Arbeit „9 Pfeiler“ kopfüber auf dem Dach und verweist mit ihren himmelwärts gereckten Eisenbeinen auf kulturhistorische Traditionen zwischen archaischen Pfahlbauten und klassischer Tempelarchitektur.

    Pokorny