Walter Zepf

Kleine Wolke (Knotenkokonkolonie VII)
2021, gewickelter 3.1er Draht
  • Vita
    1954geboren in Dürbheim
    1971-1974Lehre als Chirurgiemechaniker
    1974 Auszeichnung als Bundesbester
    seit 1972Kunstsammler
    1977Meisterprüfung im Chirurgiemechanikerhandwerk
    1984Betriebswirt des Handwerks
    seit 1998als Autodidakt tätig

    Walter Zepf lebt und arbeitet in Dürbheim

  • Zum Nachlesen

    Dr. Veronika Mertens nennt die abstrahierende Transparenz, die Walter Zepf an seinem Arbeitsmaterial, dem Draht, so fasziniert: am Ursprung zu verfolgen, wie aus dem Verlauf einer Linie eine Form entsteht. Anders als beim Zeichnen auf Papier entstehen seine Zeichnungen im Raum. Und anders als beim Bronzeguss oder beim Hauen aus dem Stein bleiben seine Körper transparent, verwandt einer Zeichnung für die Konstruktion eines Körpers im Raum, sprich: Drahtgitternetzdarstellung.

    Linie macht Form. Nach diesem Prinzip entstehen die Kokons. Der Draht wird unregelmäßig gewickelt und durch Knoten fixiert. Durch diesen Arbeitsvorgang entsteht Spannung bzw. Stabilität. Dies alles geschieht durch kraftvolle Handarbeit. Abschließend werden die einzelnen Knotenkokons zu einem Gebilde verschlungen und die „Kleine Wolke“ stellt sich erstmals zur Schau.

    Die Auseinandersetzung des Autodidakten mit dem Werkstoff Baustahl steht ganz im Gegensatz zu seiner jahrzehntelangen beruflichen Feinarbeit am Mikroskop als Chirurgiemechanikermeister.